Abschluss
Das Evangelium nach Matthäus

Reflektiere über deine Reise mit der Playlist – alleine oder mit einer Kleingruppe.

Inhaltsverzeichnis
Video – Matthäus Teil 1
Reflexion – Matthäus 1-13
- Wie würdest du die Botschaft dieses Buchvideos in deinen eigenen Worten zusammenfassen?
- Wie hat dieses Video dein Verständnis vom Matthäusevangelium gefördert oder erweitert?
- Warum glaubst du, dass Jesus sein öffentliches Wirken damit begann, sich taufen zu lassen?
Tiefer gehen
Das Matthäusevangelium wurde geschrieben, um zu zeigen, dass Jesus nicht nur ein weiterer Prophet oder König ist. Er ist der ultimative Prophet-Priester-König, auf den das Volk gewartet hat. Jesus hat alles erfüllt, was Mose vorausgesagt hat. Und er ist der König, der Israel als Retter versprochen wurde. Jesus ist derjenige, der die Menschheit in den Garten und in die Gegenwart Gottes zurückbringt. Und mehr noch: Jesus ist Gott mit uns. In ihm überschneiden sich Himmel und Erde dauerhaft. Matthäus erzählt uns von dieser Wahrheit in verschiedenen Geschichten; eine davon ist die Erzählung von Jesu Taufe.
Die Taufe steht sinnbildlich für die Rettung der Nachfolger Jesu durch die Wasser des Todes, um in ein Leben in der neuen Schöpfung einzutreten. Die Praxis der Taufe zieht sich durch die gesamte biblische Geschichte. Bei Jesu Taufe wird auf viele Taufereignisse der hebräischen Bibel angespielt, die in dieser wichtigen Szene ihre endgültige Bedeutung finden. Seine Taufe ist der Beginn einer neuen Schöpfung. Jesus ist die ultimative Arche Noah, in der wir gerettet werden und nochmal von vorne beginnen können. Er ist der neue Mose, der uns aus der Sklaverei gerettet in die Freiheit gerettet hat.
Er ist der neue Josua, dem wir in Gottes Verheißungen folgen können. Alles, was Jesus getan hat, als er bei seiner Kreuzigung die gewaltige Flut des Chaos über sich ergehen ließ, hat einen Weg für alle geschaffen, die ihm vertrauen, um in das Leben der neuen Schöpfung einzutreten, das er anbietet. Bei ihm kann Leben gedeihen kann und auf ihm ist Gottes Wohlgefallen.
Lass uns untersuchen, wie diese alttestamentlichen Anspielungen im Matthäusevangelium über Jesu Taufe deutlich werden.
Lies Matthäus 3,5-17
- Wie passt der Schauplatz der Taufe Jesu zu der Geschichte in Josua 1,1-4 und 3,13-17? Welche Gemeinsamkeiten stellst du zwischen diesen beiden Geschichten noch fest?
- Liese Matthäus 3,16 mit Blick auf den zweiten und dritten Tag des Schöpfungsberichts (siehe 1. Mose 1,2 und 1,6-13). Welche Gemeinsamkeiten siehst du?
- Lies nun mit Blick auf 1. Mose 1,6-13 die Worte Johannes des Täufers in Matthäus 3,7-10. Am dritten Tag der Schöpfung schuf Gott Land, das Früchte tragen konnte. Wie steht eine Umkehr, die Früchte trägt, mit der Teilhabe an Jesu Taufe in Verbindung? Welche anderen Zusammenhänge gibt es zwischen dem dritten Tag und der Taufe Jesu (siehe Matthäus 16,21; Römer 6,1-7)?
- Lies Matthäus 3,16 mit Blick auf das, was auf das Ereignis der Sintflut folgte (siehe 1. Mose 8,6-12). Was bedeutete das Verhalten der Taube für Noah? Wie vermittelte die Taube bei Jesu Taufe eine ähnliche Botschaft? Wie hängt die gute Nachricht von einem Neuanfang mit der besonderen Botschaft zusammen, die die himmlische Stimme über Jesus in Matthäus 3,17 sprach?
- Formuliere deine Überlegungen in einem Gebet. Sprich deinen Dank für das aus, was Jesus durchgemacht hat, um dich in das Leben einer neuen Schöpfung zu führen (2. Korinther 5,14-17). Gesteh dir ein, dass es Bereiche in deinem Leben gibt, in denen du dich dem Rettungsplan Jesu widersetzt. Bitte ihn um Hilfe und verpflichte dich (neu), das Alte hinter dir zu lassen und ihm in ein neues Leben zu folgen.
Video – Matthäus Teil 2
Reflexion – Matthäus 14-28
- Wie erwarteten die Israeliten, dass der Messias sie erlöst?
- Inwiefern stellte sein Leiden ihre Erwartungen in Frage?
- Wie fordert Jesu Leiden deine eigenen Erwartungen an Gottes Versprechen heraus?
Tiefer gehen
Das Matthäusevangelium ist voller Zitate und Anspielungen auf die hebräische Bibel und betont, dass Jesus die überraschende Erfüllung der messianischen Prophezeiungen Israels ist. Am Ende des Matthäusevangeliums kann man eine Anspielung auf Jesaja 53 erkennen, als der Verfasser die Geschichte von Jesu Leiden, Tod und Auferstehung erzählt. Viele Israeliten erwarteten, dass der Messias als militärischer Krieger kommen würde, der das herrschende Reich bestrafen und das Volk von der Unterdrückung befreien würde. Aber durch die Linse von Matthäus‘ Augenzeugenbericht und Jesajas Schriftrolle erfahren wir, dass Jesus so viel mehr ist als der Retter, den das Volk erwartet hatte. Er trug tatsächlich die Strafe derer, die ihn ablehnten und verletzten. Sein in Demut ertragenes Leid führte zu Erlösung und Heilung, die alle Arten der Unterdrückung besiegen konnte.
Lass uns über die Anspielungen auf Jesaja 53 im Matthäusevangelium nachdenken.
Lies: Matthäus 27,38-44
- Vergleiche Jesaja 53,4-5 und Matthäus 8,17. Wo ähneln sich die beiden Bibelstellen? Inwiefern schätzt die spottende Menschenmenge Jesu Macht und Absicht falsch ein?
- Vergleiche Jesaja 53,6 mit Matthäus 26,31-32+56 und denke darüber nach, wie Jesu Nachfolger zerstreut werden und jeder seinen eigenen Weg geht, ihr Versagen aber auf ihn fällt. Was bedeutet das? Was glaubst du, warum Jesus und die Verfasser die Metapher der Schafe und des Hirten verwendeten, um diesen „Austausch“ zu beschreiben?
- Schau dir ein paar weitere Stellen an, in denen Matthäus auf Jesajas Prophezeiungen anspielt (vergleiche Jesaja 53,7-8 mit Matthäus 26,59-63; oder Jesaja 53,9 mit Matthäus 27,57-60). Was fällt dir auf?
- Jesaja 53 beschreibt den Messias als einen leidenden Knecht, aber es gibt andere Stellen im Alten Testament, die den Messias als Krieger beschreiben (z.B. Psalm 2, Daniel 2, etc). Inwiefern wird in Jesaja 53,11-12 Bildsprache aus Kampf und Krieg verwendet, um zu beschreiben, was das Leiden des Messias bewirken würde? Wie können diese beiden Identitäten (Krieger und leidender Knecht) einander ergänzen, anstatt in Konflikt zu stehen? Und wie werden sie beide in Jesus erfüllt?
- Formuliere aus deinen Gedanken ein Gebet, das Erstaunen, Ehrfurcht und Dankbarkeit gegenüber Jesus ausdrückt, für das, was er für dich gelitten hat. Sei ehrlich darüber, wie deine eigenen Erwartungen an das Leben mit der Vorstellung von Jesu Leiden in Konflikt geraten können. Bitte um neuen Mut, sich Jesu Leiden anzuschließen (Matthäus 16,24-25).
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