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Sprüche 10-29: Die Sammlung der antiken Sprüche Teil 2

Wegweiser Sprüche

9. März 2026

Dauer: 8 Min.

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Inhaltsverzeichnis

Bibeltext – Sprüche 16-18

1 Der Mensch stellt seine Überlegungen an, / doch was er dann sagt, kommt von Jahwe. 2 Der Mensch hält alles, was er tut, für recht, / doch Jahwe prüft schon das, was er denkt. 3 Vertraue Jahwe deine Vorhaben an, / dann werden deine Pläne gelingen. 4 Alle führt Jahwe zu seiner Antwort, / so auch die Gottlosen zu ihrem Unheils-Tag. 5 Stolze Menschen verabscheut Jahwe. / Die Hand darauf! Sie entgehen ihrer Strafe nicht. 6 Durch Liebe und Treue wird Schuld gesühnt, / durch Ehrfurcht vor Jahwe bleibt man dem Bösen fern. 7 Wenn das Tun eines Menschen Jahwe gefällt, / macht er auch dessen Feinde zum Frieden bereit. 8 Besser wenig mit Gerechtigkeit / als großes Einkommen durch Unrecht. 9 Das Herz des Menschen plant seinen Weg, / aber Jahwe lenkt seinen Schritt. 10 Ein Gottesurteil ist auf den Lippen des Königs, / beim Rechtsspruch verfehlt er sich nicht. 11 Es ist Jahwes Wille, dass die Waage einwandfrei ist, / sein Werk sind auch die Gewichte im Beutel. 12 Gottloses Tun verabscheut der König, / denn sein Thron steht nur durch Gerechtigkeit fest. 13 Wahrhaftige Worte gefallen dem König; / er liebt es, wenn jemand ehrlich ist. 14 Der Zorn des Königs ist ein Bote des Todes, / doch ein weiser Mann wendet ihn ab. 15 Das strahlende Gesicht des Königs bedeutet Leben; / seine Gunst ist wie eine Wolke, die im Frühjahr Regen bringt. 16 Weisheit zu erwerben ist viel besser als Gold, / Verstand zu bekommen ist mehr als alles Silber wert. 17 Die Straße der Ehrlichen heißt: Meide das Böse! / Wer das beachtet, bewahrt sein Leben. 18 Hochmut kommt vor dem Fall / und Stolz vor dem Sturz. 19 Besser bescheiden bei Armen zu sein, / als mit Überheblichen den Gewinn zu teilen. 20 Wer auf das Wort achtet, findet das Gute. / Wie glücklich ist der, der Jahwe vertraut! 21 Wer im Herzen weise ist, wird verständig genannt, / und Anmut in der Sprache fördert die Überzeugungskraft. 22 Der Verstand ist eine Lebensquelle für den, der ihn hat; / Dumme werden durch ihre Dummheit bestraft. 23 Ein Weiser redet mit Verstand, / das ist seinem Lehren förderlich. 24 Freundliche Worte sind wie Honig, / süß für die Seele und für den Körper gesund. 25 Mancher Weg erscheint dem Menschen recht, / doch am Ende führt er in den Tod. 26 Der Hunger treibt den Menschen an, / er arbeitet, um essen zu können. 27 Ein böser Mensch gräbt Unheil aus, / und auf seinen Lippen brennt es wie Feuer. 28 Ein falscher Mensch sät überall Streit, / ein Verleumder kann Freunde entzweien. 29 Ein Gewalttäter verführt den, der ihm vertraut, / und bringt ihn auf einen schlechten Weg. 30 Wer mit den Augen zwinkert, führt Böses im Schild; / wer die Lippen verzieht, hat es schon getan. 31 Graues Haar ist ein prächtiger Schmuck, / gefunden auf dem Weg der Gerechtigkeit. 32 Geduld bringt weiter als Heldentum; / einer, der sich selbst beherrscht, ist besser als einer, der Städte einnimmt. 33 Im Gewandbausch schüttelt man das Los, / doch von Jahwe kommt die Entscheidung.

1 Besser trockenes Brot und Einigkeit / als ein großes Festmahl und Streit. 2 Ein kluger Diener wird Herr über einen missratenen Sohn / und teilt sich mit den Brüdern das Erbe. 3 Im Tiegel wird das Silber geprüft, im Ofen das Gold; / doch Jahwe ist es, der die Herzen prüft. 4 Ein Bösewicht hört auf böses Geschwätz, / ein Lügner schenkt dem Verleumder Gehör. 5 Wer Arme verspottet, verhöhnt deren Schöpfer; / und wer sich über Unglück freut, der bleibt nicht ungestraft. 6 Der Alten Schmuck sind Enkelkinder, / der Kinder Stolz ihre Väter. 7 Zum Dummkopf passt kein glänzender Spruch; / und eine Lüge nicht zum geachteten Mann. 8 Bestechung ist wie ein Zauberstein für den Geber, / wohin er sich wendet, hat er Erfolg. 9 Wer nach Liebe sucht, deckt Vergehen zu, / doch wer die Sache aufrührt, vertreibt den Freund. 10 Eine Rüge trifft einen Verständigen mehr / als hundert Schläge einen Narren. 11 Nur Aufruhr sucht der böse Mensch, / doch ihm wird ein schrecklicher Bote geschickt. 12 Besser einer Bärin begegnen, der die Jungen geraubt sind, / als einem Narren mit seinem Unverstand. 13 Wer Gutes mit Bösem vergilt, / bei dem bleibt das Unheil ein ständiger Gast. 14 Der Anfang eines Streits ist wie ein Wasserdurchbruch. / Hör auf, bevor der Prozess beginnt! 15 Den Schuldigen gerecht zu sprechen und den Gerechten für schuldig zu erklären, / beides verabscheut Jahwe. 16 Was soll das Geld in des Toren Hand? / Kann er Weisheit kaufen ohne Verstand? 17 Ein Freund steht immer zu dir, / ein wahrer Bruder ist er in der Not. 18 Wer mit Handschlag für die Schulden eines anderen bürgt, / vermisst wohl seinen Verstand. 19 Wer Streit liebt, liebt die Sünde; / wer sein Tor zu hoch baut, fordert den Einsturz heraus. 20 Ein hinterhältiger Mensch findet kein Glück; / ins Unheil stürzt, wer sich beim Reden verstellt. 21 Hat jemand einen Dummkopf zum Sohn, dann hat er auch Kummer; / der Vater eines Narren freut sich nicht. 22 Ein frohes Herz tut dem Körper wohl, / ein zerschlagener Geist trocknet ihn aus. 23 Der Gottlose nimmt heimlich Geschenke an, / um die Wege des Rechts zu umgehen. 24 Der Verständige hat die Weisheit vor Augen, / doch für den Dummen liegt sie am Ende der Welt. 25 Ein dummer Sohn macht seinem Vater Verdruss; / – und Kummer seiner Mutter, die ihn geboren hat. 26 Eine Geldstrafe für den Unschuldigen ist nicht gut, / doch Edelleute schlagen zu lassen ist gegen alles Recht. 27 Wer Einsicht hat, spart sich die Worte, / wer sich beherrschen kann, zeigt seinen Verstand. 28 Selbst ein Dummkopf gilt als weise, wenn er schweigt, / als verständig, wenn er seine Lippen schließt.

1 Wer sich absondert, geht nur den eigenen Wünschen nach, / jede Einsicht wehrt er heftig ab. 2 Ein Dummkopf will die Sache nicht verstehen, / er deckt nur auf, was er im Herzen hat. 3 Mit Gottlosen kommt Verachtung / und mit der Schande die Schmach. 4 Die Worte eines Menschen können tiefe Wasser sein, / ein sprudelnder Bach, eine Quelle der Weisheit. 5 Es ist nicht gut, Partei für den Schuldigen zu nehmen / und dem Gerechten sein Recht zu verweigern. 6 Die Reden eines Narren stiften Streit, / und sein Mund schreit, bis er Prügel bekommt. 7 Der Mund des Narren ist sein Untergang, / seine Lippen bringen ihn zu Fall. 8 Die Worte des Verleumders sind wie Leckerbissen; / man verschlingt sie mit großem Appetit. 9 Wer seine Arbeit nachlässig tut, / ist wie einer, der alles zerstört. 10 Wie ein fester Turm ist der Name Jahwes, / der Gerechte läuft zu ihm und ist in Sicherheit. 11 Sein Vermögen hält der Reiche für eine sichere Stadt, / in seiner Einbildung ist es ein verlässlicher Schutz. 12 Vor dem Sturz will mancher hoch hinaus, / doch der Ehre geht Demut voraus. 13 Wer Antwort gibt, bevor er zuhört, / ist dumm und macht sich lächerlich. 14 Der Mut eines Menschen überwindet die Krankheit, / doch wer hilft einem lebensmüden Geist? 15 Ein verständiger Mensch erweitert sein Wissen, / spitzt die Ohren und lernt stets dazu. 16 Geschenke öffnen viele Türen, / selbst zu den Großen bringen sie dich. 17 Wer als Erster aussagt, hat scheinbar Recht, / doch dann kommt sein Gegner und stellt es in Frage. 18 Das Los beendet den Streit, / schafft Abstand zwischen Mächtigen. 19 Ein getäuschter Bruder ist wie eine verschlossene Burg, / Zänkereien verschließen wie Riegel das Tor. 20 Von der Frucht des Mundes wird der Körper satt, / vom Erfolg der Lippen kann man leben. 21 Die Zunge hat Macht über Leben und Tod; / wer sie gut nutzt, genießt ihre Frucht. 22 Wer seine Frau gefunden hat, hat Gutes gefunden / und dazu das Gefallen Jahwes. 23 Der Arme muss bescheiden fragen, / der Reiche antwortet hart. 24 Viele Gefährten gefährden dich, / ein echter Freund ist treuer als ein Bruder.

Lesen – Sprüche 10-29: Die Sammlung der antiken Sprüche Teil 2

Dieser Teil des Buches soll zu einem Nachschlagewerk werden, zu dem du für den Rest deines Lebens immer wieder zurückkehren kannst. Damit stoßen wir auf eine grundlegende Herausforderung beim Lesen dieses Buches. Denn bei den biblischen Sprichwörtern geht es von Natur aus lediglich um Wahrscheinlichkeiten. Wenn ein Mensch den Herrn fürchtet und weise, moralische Entscheidungen trifft, werden die Dinge wahrscheinlich gut für ihn laufen. Wenn ein Mensch den Herrn aber nicht fürchtet und töricht handelt, wird sein Leben wahrscheinlich schlecht
verlaufen. Beide Aussagen sind oft wahr, aber eben nicht immer. Daher handelt es sich bei Sprichwörtern nicht um Versprechen oder zuverlässige Erfolgsrezepte.

Zum Beispiel:
„Die Ehrfurcht vor dem Herrn verlängert das Leben,
die Jahre der Gottlosen aber werden verkürzt.“
Sprüche 10,27

Oder:
„Lehre dein Kind, den richtigen Weg zu wählen,
und wenn es älter ist, wird es auf diesem Weg bleiben.“
Sprüche 22,6

Video – Bad Words: Sünde · Bad Words: Frevel

Frevel ist ein biblisches Wort, das nur noch sehr wenige Menschen benutzen. Und noch weniger Menschen wissen, was es bedeutet und können es erklären. In diesem Video erkunden wir die Bedeutung dieses Wortes im alten Hebräisch und entdecken eine ganz neue Art, über unsere egoistischen Entscheidungen nachzudenken.

Das Wort „Sünde“ ist eines der häufigsten, negativ behafteten Wörter in der Bibel, aber was bedeutet es wirklich? In diesem Video werden wir das Konzept des „moralischen Versagens“ erforschen, das diesem wichtigen biblischen Wort zugrunde liegt. Es geht dabei um den menschlichen Zustand.

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